Cool Timeline


Mit Android 2.3.6 erblickte das Google Nexus S das Licht der Smartphone-Welt. Google verbesserte die Hardware, wie zum Beispiel den 1.500 mAh Akku. Das Display wuchs auf stolze 4 Zoll und der interne Speicher auf 16 GByte. Dafür verbannte Google den SD-Kartenslot, der bis heute kein Comeback feiern sollte. Der Exynos 3 taktete mit 1 Gigahertz und dem Prozessor standen 512 MByte Arbeitsspeicher zur Seite. Die Auflösung der Kamera blieb bei 5 Megapixel. Neu war allerdings die Frontkamera mit 0,3 Megapixeln.

Ende 2011 kam das Google Galaxy Nexus mit einem FullHD-Display mit einer Diagonale von 4,65 Zoll auf den Markt. Das war damals ein echtes Highlight. Neu war auch Android 4 mit dem Namen Ice Cream. Außerdem konnte man nun mit 21 Mbit/s im Internet surfen, beim Nexus S waren es noch schlappe 7,2 Mbit/s. Auch unter der Haube hatte sich einiges getan. Ein Dual-Core-Chip mit 1,2 Gigahertz sowie 1 GByte Arbeitsspeicher trieben das Smartphone an. Optional gab es das Google Galaxy Nexus sogar mit 32 GByte internem Speicher. Die Kameras haben sich nur geringfügig verändert. Die Frontkamera hatte eine Auflösung von 1,3 Megapixel. Die Akkukapazität war zudem auf 1750 mAh gestiegen.

Das gemeinsam mit LG entwickelte Google Nexus 4 wurde im November 2012 vorgestellt und sorgte mit dem Qualcomm Snapdragon S4 Pro sowie 2 GByte RAM für Furore. Auch mit den weiteren Spezifikationen konnte das Google Nexus 4 überzeugen. Die Kamera beherrschte eine Auflösung von 8 Megapixeln und die Internetgeschwindigkeit stieg auf 42 Mbit/s. Leider sanken die verfügbaren Speichergrößen auf 8 und 16 GByte internen Speicher. Das Display war mit 4,7 Zoll nur geringfügig größer geworden – im Gegensatz zum Akku, der auf 2100 mAh angewachsen war.

Meinung des Autors: Nur zu gut erinnere ich mich an die Zeit mit meinem ersten Google-Smartphone, das wiederum von LG produziert wurde. 2013 das Gerät vorgestellt und 2014 konnte ich es mir zulegen. Kaufgründe waren für mich zum einen das für damalige Verhältnisse recht große Display von 4,95 Zoll. Zum anderen gab es LTE mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Mbit/s. Das war die Zukunft! Weitere gute Gründe waren der Top-SoC Snapdragon 800 und die Bildstabilisierung der 8-Megapixel-Kamera. Der 2.300 mAh große Akku war solide. Ich freute mich auf das Update auf Android 5 und immer wenn ich das Bild des Nexus 5 sehe, erinnere ich mich daran, wie ich zum ersten Mal mit Custom-ROMs wie CyanogenMOD experimentiert habe.

Beim Google Nexus 6 war Motorola mit an Bord und das Gerät startete mit Android 5 Lollipop. Mit der neuen Software wurde im Oktober 2014 erstmals das Material Design vorgestellt, welches die Nutzeroberfläche optisch veränderte. Google hatte spätestens mit den direkten Vorgängern einen Ruf zu verteidigen. Technisch gelang das auch: Snapdragon 805, wahlweise 32 oder 64 GByte Speicher, ein 5,95 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln sowie eine Hauptkamera mit 13 Megapixeln sollten die Interessenten überzeugen. Mit LTE der Kategorie 6 stieg zudem die Bandbreite auf 300 Mbit/s. Auch der Akku war mit 3.220 mAh besser aufgestellt. Aufgrund der Displaygröße war das aber auch dringend notwendig.

Das Design beider Smartphones wurde 2015 überarbeitet und lässt schon damals die Entwicklung hin zu künftigen Pixel-Handys erahnen. Im Gegensatz zum Nexus 5X wurde das 6P nicht von LG, sondern in Zusammenarbeit mit Huawei entwickelt. Zum Einsatz kam der Snapdragon 810 mit 3 GByte RAM. Das Display war 5,7 Zoll groß mit einer Auflösung von 2560 x 1440. Neben 64 GByte Speicher gab es nur beim 6P optional 128 GByte. Beide Smartphones präsentierten sich zum Start mit Android 6 und erstmals in der Google-Geschichte auch mit einem Fingerabdrucksensor. Das kleinere Nexus 5X kam mit einem 5,2 Zoll großen Display auf den Markt. Auch leistungsmäßig war es kleiner aufgestellt: FullHD-Display, 2 GByte RAM sowie der Snapdragon 808 standen im Datenblatt. Eine Neuheit war auch der Anschluss: USB-C!
Das erste Google Pixel wurde 2016 geboren – oder besser gesagt: die ersten beiden. Denn erneut standen zwei Smartphones zur Auswahl. Grundlage war wieder eine Kooperation mit HTC und die Specs konnten sich durchaus sehen lassen. Der Snapdragon 821 sorgte mit 4 GByte RAM für ordentlich Power. Die beiden Displays schrumpften auf 5,5 Zoll (2K) und 5 Zoll (FullHD). Für Stirnrunzeln sorgte hingegen die Speicherauswahl: Wahlweise 32 GByte oder 128 GByte standen in den Händlerregalen. Mit dem neuesten LTE-Standard waren nun 450 Mbit/s möglich. Überzeugen konnte vor allem die 12-Megapixel-Kamera der Geräte. Das XL-Modell sorgte zudem mit seinem 3.450-mAh-Akku für Aufsehen. Ab Werk war Android 7.1 Nougat installiert.
Die zweite Generation der Pixel-Reihe hatte für noch mehr Aufsehen gesorgt. Neben ersten KI-Funktionen wie der Musikerkennung setzte Google Maßstäbe bei der Kamera, die in internationalen Tests für Furore sorgten. Beide Smartphones wurden mit Android 8 Oreo ausgeliefert. Neu beim XL-Modell war das P-OLED-Display mit 6 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixeln. Das Standardmodell musste sich hingegen mit dem FullHD-AMOLED-Display (5 Zoll) begnügen. Beide Geräte waren wahlweise mit 64 GByte und 128 GByte internem Speicher erhältlich. Der Octa-Core-Prozessor im Inneren sorgte mit 4 GByte Arbeitsspeicher für ausreichend Leistung. Die Akkukapazität betrug beim Pixel 2 2.700 mAh und beim Pixel 2 XL 3.520 mAh.
Die Pixel 3-Modelle zeichneten sich durch zwei Besonderheiten aus: Die Notch lag seinerzeit im Trend und Android 9 Pie hatte eine neue Benutzeroberfläche mit Gestensteuerung mitgebracht. Ersteres brachte dem Pixel 3 XL Kritik ein, da Googles Notch-Adaption ungewohnt viel Platz auf dem Display einnahm. Nichtsdestotrotz war das Modell aufgrund seiner gummierten Rückseite bei der Community beliebt – den Namen Handschmeichler hatte sich das Gerät redlich verdient. Werfen wir einen Blick auf die Spezifikationen: Beide Smartphones sind mit einem P-Oled-Display ausgestattet worden. Das XL-Modell kam auf 6,3 Zoll mit einer Auflösung von 2960 x 1440. Auf der Vorderseite gab es eine Dual-Kamera mit 8 Megapixeln. Die Hauptkamera blieb hingegen bei 12,2 Megapixel. Außerdem kam weiterhin ein Octa-Core-Prozessor mit 4 GByte RAM zum Einsatz. Auch bei den restlichen Daten wie internem Speicher und Akkukapazität fand man keine nennenswerten Änderungen gegenüber den Vorgängern.
Pixel 3a und Pixel 3a XL wurden wenige Monate nach ihren Vorgängern im Jahr 2019 vorgestellt. Anders als heute gab es bei den A-Varianten noch ein XL-Modell. Während das Pixel 3 XL auf 6,3 Zoll kommt, schrumpfte das Display beim Pixel 3a XL auf 6 Zoll, beim kleinen Bruder auf 5,7 Zoll. Beide Kameras lösen mit 12 Megapixeln auf und unterstützen 4K-Videoaufnahmen mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Als Prozessor kam der Qualcomm SDM670 Snapdragon 670 zum Einsatz. 4 GByte Arbeitsspeicher waren ebenso an Bord wie 64 GByte interner Speicher. Bei der ersten A-Serie wechselte Google vom P-OLED zum normalen OLED-Panel.
2019 wurde es bunt und neben Android 10 standen weitere Veränderungen an. 90 Hertz Bildwiederholrate waren nun erstmals in den Google-Handys verbaut. Außerdem stieg die Auflösung des XL-Ablegers auf 3.040 x 1.440 Pixel. Zudem hatte sich Google die Kritik der Community zu Herzen genommen und ließ die Notch komplett verschwinden. Statt der bisherigen 4 GByte Arbeitsspeicher erhöhte Google zudem den Speicher auf 6 GByte. Auch beim Wasser- und Staubschutz hatte Google nachgebessert. Beide Modelle sind nach IP68 zertifiziert. Bei der Kamera schwenkte der Suchmaschinenriese auf ein Dual-Kamera-Setup um. Neben der 12-Megapixel-Hauptkamera kam eine 16-Megapixel-Telezoomkamera zum Einsatz. Auf der oberen Vorderseite integrierte Google neben der Kamera weitere Sensoren. Mithilfe der Radartechnologie konnte das Smartphone berührungslos gesteuert werden. Allerdings wurde diese Technologie zum ersten und letzten Mal in einem Google-Smartphone eingesetzt.
Im Jahr 2020 gab es zwei Pixel 4a, aber keines in XL. Das normale 4a startete etwas früher im Jahr und landete im August in den Regalen der Händler – mit schmerzhaften Abstrichen. Neben dem fehlenden neuen Mobilfunkstandard 5G wird das Pixel 4a nur drei Jahre später nicht mehr für Pixel Feature Drops berücksichtigt. Auf dem Datenblatt fanden sich weitere Unterschiede zwischen den Modellen. So wurde das Pixel 4a beispielsweise nur mit einer Kamera ausgeliefert, während das 5G-Modell auf das Dual-Kamera-Setup der Pixel 4-Reihe aufsattelte. Auch beim Display gab es Unterschiede. Das im August erschienene Smartphone hatte eine Bildschirmgröße von 5,81 Zoll, während das Pixel 4a 5G im November 6,2 Zoll maß. Beide Geräte unterstützten jedoch maximal eine Bildwiederholrate von 60 Hertz.
Im Oktober 2020 veröffentlichte Google das Pixel 5 – ohne XL, ohne Plus und ohne sonstige Zusätze. Ihr habt richtig aufgepasst: Das 4a 5G erschien 2020, einen Monat nach dem Pixel 5. Auch in der 5. Generation hat sich einiges getan. Der Suchmaschinenriese erhöhte den Speicher auf 8 GByte RAM. Das OLED-Display unterstützte erstmals HDR10+ und blieb bei 90 Hertz. Der Akku wuchs auf 4.080 mAh und das Display maß 6 Zoll in der Diagonale. Statt einer Telekamera setzte Google beim Pixel 5 auf eine Ultraweitwinkelkamera.
Im Jahr 2021 setzte Google seine neue Tradition fort. Nach der regulären Modellreihe folgte im Jahr darauf ein Ableger der A-Serie. Wieder entschied sich Google für ein 6,34-Zoll-Display mit 60 Hertz. Der Akku betrug ganze 4.680 mAh, während der Arbeitsspeicher auf 6 GByte reduziert wurde. Auch beim Pixel 5a behielt Google die Kamerakonfiguration des Vorgängers bei.
2021 war es wieder soweit: Große Veränderungen standen an. Statt XL im Namen trug das größere Gerät Pro im Namen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Neuerungen in Bezug auf Technik und Software, allen voran der Tensor G1-Chip. Der Fingerabdrucksensor wanderte erstmals unter das Display. Apropos: Beide Smartphones kommen nun auf eine Bilddiagonale von 6,4 Zoll beziehungsweise 6,7 Zoll beim Pro-Ableger. Während das Pixel 6 bei der Bildwiederholrate »nur« 90 Hertz unterstützt, schafft das Pixel 6 Pro ganze 120 Hertz. Beide Geräte verfügen zudem über eine 50-Megapixel-Hauptkamera. Das Pixel 6 Pro hat zusätzlich noch eine 48 Megapixel Telelinse. Mit Android 12 hielt neben dem neuen Design und weiteren Verbesserungen vor allem das Thema KI mit zahlreichen Features Einzug in die mobile Plattform. Neben bis zu 12 GByte Arbeitsspeicher setzte Google auch erstmals auf UFS 3.1-Speicher.
2022 kam die kleine Schwester der 6. Pixel-Generation – mit leichten Abstrichen. Statt 90 Hertz schafft das Pixel 6a nur 60 Hertz. Auch die Hauptkamera unterstützt nur 12 Megapixel, wie die Ultraweitwinkelkamera. Abgesehen von 6 statt 8 GByte Arbeitsspeicher hat sich wenig geändert. Auch das günstigere Modell profitiert von KI-Funktionen wie dem Magic Eraser.
Ende 2022 folgte die 7. Generation der Google-Smartphones mit dem neuen Tensor G2-Chip. Das Pro-Modell verfügt über einen fünffachen optischen Zoom. Zudem wurde das Kamera-Element auf der Rückseite optisch verändert. Das Update auf Android 13 bietet viele neue Funktionen, ist aber weniger umfangreich als Android 12. Neu sind auch USB 3.2 und Ultrabreitband.
Wir sind in der Gegenwart angekommen, zumindest was die Jahreszahl betrifft. Erst im Mai erschien das Pixel 7a, das sich kaum vom Pixel 7 unterscheidet. Dual-Kamera: Check! 90 Hertz: Check! Google Tensor G2 Chip: Check! Ja, sogar Wireless Charging ist an Bord! Die Abstriche muss man mit der Lupe suchen, wie etwa die IP67- statt der IP68-Zertifizierung oder die kleineren Kameralinsen.
Lange hat Google seine Fans zappeln lassen, am 28. Juni 2023 war es endlich so weit: Das erste faltbare Handy von Google kam auf den Markt: das Google Pixel Fold. Auf der Vorderseite blickt man auf ein 5,8 Zoll großes Display. Klappt man es auf, erscheinen die Inhalte auf dem 7,6 Zoll großen Bildschirm. Die Pixel-DNA ist auch beim Falt-Smartphone nicht zu übersehen. Die mittlerweile einzigartige Rückseite findet sich auch beim Fold wieder, inklusive der Triple-Kamera. Untypisch für Google wandert der Fingerabdrucksensor – vermutlich der Bauweise geschuldet – auf die Seitentaste des Handys. Mit 283 Gramm ist es zudem eines der schwersten Smartphones und mit 1.900 Euro (UVP) auch eines der teuersten.