Cool Timeline


Mit der Ankündigung auf der GDC startete zeitgleich die Crowdfunding-Kampagne von Star Citizen, wenig später sammelte man auch auf Kickstarter Geld. Obwohl Roberts und sein Team eigentlich “nur” 500.000 US-Dollar (beziehungsweise zwei Millionen auf der eigenen Webseite) forderten, übertrafen sie ihr Ziel um ein Vielfaches. Zehntausende Weltraum-Fans schenkten Cloud Imperium Games ihr Vertrauen, nur einen Monat nach der Ankündigung standen bereits 2.134.374 US-Dollar auf dem Konto. Über die eigene Webseite konnten sogar ganze 4 Mio. weitere Dollar eingenommen werden.

Im August 2013 erreicht Star Citizen seinen ersten größeren Meilenstein. Das Hangar-Modul lässt die Fans erstmals selbst einen Blick ins Spiel werfen, die hier ihre erworbenen Raumschiffe betreten und begutachten können. Bis die Spieler in ihnen abheben dürfen, ist es aber noch ein weiter Weg.

Ein Jahr nach der ersten Ankündigung findet die erste CitizenCon statt. Auf dieser jährlich geplanten Messe wollen Roberts & Co. ihre Anhänger mit den neuesten Updates zum Spiel versorgen. Auf der ersten CitizenCon lässt der Entwickler seine Fans darüber abstimmen, ob man weiterhin am Crowdfunding-Modell festhalten soll – mit 80 Prozent stimmt eine überwältigende Mehrheit dafür.

Im August 2014 wird der nächste Meilenstein erreicht. Mit Star Citizen v0.8 implementieren die Entwickler das Dogfighting-Modul namens Arena Commander. Hier dürfen die Spieler zunächst, alleine oder mit Freunden, mit drei wählbaren Schiffen (Aurora, 300i & Hornet) gegen Vanduul-Aliens kämpfen oder einfach frei herumfliegen.
Wenige Monate später, im Dezember 2014, erreicht Star Citizen die Version 1.0.0 – auch wenn das Spiel alles andere als fertig ist, denn es handelt sich weiterhin lediglich um eine Alpha mit beschränktem Funktionsumfang. Das bislang größte Inhalts-Update bringt haufenweise neue Schiffe und zusätzliche Mechaniken wie Schubdüsen-Management und seitlich wirkende G-Kräfte.

Ein Jahr nach dem Launch von Arena Commander, im August 2015, folgt das nächste Modul: Mit dem Start des Social-Moduls dürfen die Spieler jetzt ihren Hangar nicht nur Richtung Weltall, sondern auch in Richtung Stadt verlassen. In der sogenannten ArcCorp Area 18 können die Spieler sich frei bewegen und verschiedene Orte wie eine Krankenstation und eine Bar erkunden.
Mit Version 2.0.0 macht Star Citizen im Dezember 2015 einen großen Schritt und nähert sich immer mehr der ursprünglichen Vision der Entwickler, denn das Update bringt die erste Version des persistenten Universums. Spieler dürfen ab sofort die Region rund um den Gasgiganten Crusader erkunden. Unter anderem gibt es die Transitstation Port Olisar, den Covalex Shipping Hub, den Sicherheitsposten Kareah und viele malerische Asteroidenfelder zu entdecken.
Star Citizen 3.0.0 stellt im Dezember 2017 das bis dato größte Inhaltsupdate dar. Das Highlight des Patches sind die begehbaren Planetenoberflächen. Auf den Monden Yela, Daymar und Cellin erwarten die Fans über drei Millionen Quadratkilometer zum Erkunden. Unter anderem lassen sich kleine Außenposten und Schiffswracks entdecken.

Mit der Version 3.0.0 versprach Cloud Imperium auch einen zügigeren Update-Zyklus. Alle drei Monate sollen nun neue Features und Mechaniken ihren Weg ins Spiel finden. Und die Entwickler halten ihr Wort: Im März 2018 erscheint gemeinsam mit Version 3.1.0 die erste Version des Charaktereditors und im Juni 2018 folgt das langersehnte Bergbau-System. Spieler können ab sofort auf Planeten, Monden und Asteroiden nach Erzen suchen, diese abbauen und für Profit weiterverkaufen.

In den nächsten Monaten folgen viele weitere Updates, die unter anderem Performance-Verbesserungen, Sprachchats, den Planeten Hurston und haufenweise neuer Schiffe bringen. Einen echten Höhepunkt stellt aber Version 3.5 im April 2019 dar. Ab sofort dürfen Spieler nämlich den dicht besiedelten Planeten ArcCorp bereisen, der eine atemberaubende, mit Wolkenkratzern bepackte Sci-Fi-Welt bereithält. Auch dürfen die Spieler hier erste Story-Missionen annehmen und erledigen.
2020 ist das Jahr, in dem die Covid-Pandemie beginnt. Auch die Entwickler von Star Citizen sind betroffen, sodass neue große Features länger auf sich warten lassen und auch die CitizenCon abgesagt werden muss. Ein großes Highlight gibt es aber trotzdem: Im bislang größten Ingame-Event Assault on Stanton erleben die Spieler eine gigantische Weltraumschlacht, an der sie Seite an Seite mit anderen Spielern und befreundeten NPCs einen Angriff von Teroristen abwehren müssen.

Im Jahr 2021 passiert nicht allzu viel. Es gibt etwa die neue Wolkenstadt Orison zu bestaunen und die CitizenCon kann erneut stattfinden, allerdings arbeiten die Entwickler hauptsächlich am großen neuen Release der Version Alpha 4.0, was sich auch im Jahr 2022 nicht ändert. Das wichtigste Feature der kommenden Version 4.0 wird das Server Meshing sein, das es den Entwicklern ermöglichen wird, mehrere Server-Cluster zu einem großen, zusammenhängenden Universum zu verbinden. Wann diese bahnbrechende Technologie ihren Weg ins Spiel finden wird, steht aktuell noch nicht fest. Auch wann Star Citizen und die Singleplayer-Kampagne Squadron 42 fertig sind, steht noch in den Sternen. Auf der CitizenCon 2022 soll es Neuigkeiten geben.